Interreg VI A-Projekt WattenVision
Mit dem Förderprojekt WattenVision entsteht in der Ems Dollart Region eine grenzübergreifende Modellregion für nachhaltige Entwicklung und Naturerleben. Zehn Projektpartner aus den Niederlanden und Deutschland arbeiten gemeinsam daran, neue Wege für Umweltbewusstsein, nachhaltigen Tourismus und regionale Entwicklung zu gehen.
Im Mittelpunkt steht das Ziel, die Wattenmeerregion - Teil des UNESCO-Weltnaturerbes - zu einem der nachhaltigsten Lebensräume und Reiseziele Europas zu machen. Angesprochen werden Unternehmen, Gäste und Einwohner, die gemeinsam mit dem Projektteam an einer lebenswerten Zukunft mitwirken können.
Projektinformationen
Das Projektgebiet erstreckt sich von der niederländischen Küste der Provinzen Fryslân und Groningen über Ostfriesland bis zur Weser auf deutscher Seite und umfasst auch das maritim geprägte Binnenland.
Projektlaufzeit: 01. Juni 2024 bis 31. Mai 2028
Unsere Projektpartner: Zu den Projektpartnern gehören Stichting Merk Fryslân, die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, Emder Bürgerstiftung Regionales Umweltzentrum Ökowerk Emden, NHL Stenden, Hochschule Emden/Leer, Stichting Economic Board Groningen, Waterschap Hunze en Aa's, die Internationale Dollard Route e. V. und Stichting Nationaal Park de Alde Feanen.
Finanziert durch:
Das grenzübergreifende Interreg VI A-Projekt wird gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung, sowie die Provinzen Fryslân und Groningen.

Aktuelles aus dem Projekt
KI im Tourismusmarketing: Erfolgreicher Workshop in Carolinensiel
Am 9. und 10. April haben rund 30 Teilnehmende aus Tourismus, Hochschule und Nationalparkverwaltung im Gulfhof Friedrichsgroden an einem Workshop zum Thema Künstliche Intelligenz im Marketing teilgenommen. Im Fokus stand, wie sich Naturräume erlebbar machen und Wildnis sichtbar kommunizieren lässt. Neben Einblicken in aktuelle Entwicklungen lag der Schwerpunkt vor allem auf der praktischen Anwendung für Websites und Social Media.

Frysk Toerisme Festival
Beim Frysk Toerisme Festival am 12. März 2026 in Leeuwarden war unser Projektpartner, die Hoschule Emden/Leer, mit einem Workshop unter dem Titel “Using Proven Practices for sustainability efforts” vertreten. Im Mittelpunkt stand ein Ansatz, mit dem Unternehmen systematisch in verschiedenen Bereichen auf ihre Nachhaltigkeit geprüft werden können. Die Teilnehmenden erhielten damit ein praxisnahes Werkzeug, das sie auch auf ihre eigene Projekte übertragen können. Auch eine Kollegin der Ostfriesland Tourismus GmbH nahm am Workshop teil und konnte wertvolle Impulse für die weitere Projektarbeit mitnehmen.

Bloggerreise Hans-Jürgen rollt durch Friesland
Im Rahmen des Projekts hat Influencer und Handbiker Hans-Jürgen Rohe von “Hans-Jürgen rollt” den Landkreis Friesland bereist und seine Eindrücke in mehreren persönlichen Reiseberichten festgehalten. Seine Touren führten ihn unter anderem nach Hooksiel, Horumersiel, Sande, Jever sowie auf die Insel Wangerooge. In eigenen kleinen Rundreisen verbindet er Natur, Kultur und persönliche Erlebnisse und zeigt, wie vielfältig nachhaltige Entdeckungen in der Region sein können. Seine Beiträge finden Sie in unserem Reisemagazin Teetied.

Barrierefreiheit in Gäste- und Landschaftsführungen
Die Ostfriesland Tourismus GmbH hat Mitte November zwei ganztägige Schulungen zur Barrierefreiheit in Landschafts- und Gästeführungen in Carolinensiel-Harlesiel und Emden durchgeführt. In einem Mix aus Theorie, Praxiserfahrung und gemeinsamer Reflexion setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit sichtbaren und unsichtbaren Barrieren auseinander. Der bewusste Perspektivwechsel und das eigene Erleben stärkten die Sensibilisierung für inklusive Führungen und lieferten konkrete Ansätze für die Praxis. Ziel war es, Barrieren frühzeitig mitzudenken und Gäste transparent und verlässlich zu informieren.

Wo Wind und Wellen um die Wette tanzen
Volontärin Maren war fünf Tage in Ostfriesland unterwegs - zu Fuß, mit dem Rad und per ÖPNV. Auf ihrer Route entdeckt sie stille Moore, weite Küstenräume, Salzwiesen und das Weltnaturerbe Wattenmeer. Ihre Eindrücke zeigen, wie intensiv sich natürliche Vielfalt und kleine Wildnismomente erleben lassen - dort, wo Wind und Weite die Natur in ständig neues Licht tauchen.

Online-Magazin veröffentlicht:
Das WattenVision-Online-Magazin ist da! in der ersten Ausgabe gibt es vielfältige Einblicke in die bihserigen Projektschritte. Vorgestellt werden die beteiligten Partner, aktuelle Themen wie nachhaltige Tourismusentwicklung, Biodiversität und CO2-Kompensation sowie erste Praxisbeispiele aus der Region.

Die Arbeitspakete

Wie nachhaltig ist die Wattenmeerregion wirklich? Arbeitspaket 1 von WattenVision entwickelt ein öffentlich zugängliches Dashboard, das den Fortschritt nachhaltiger Entwicklung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft sichtbar und nachvollziehbar macht - anhand klarer Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsindikatioren. Gleichzeitig werden bewährte Nachhaltigkeitspraktiken identifiziert und verbreitet. So wird transparent, wo die Region bereits stark ist - und wo noch Potenzial für eine nachhaltige Zukunft liegt.

Wie kann Tourismus klimafreundlicher werden? WattenVision entwickelt und testet CO2-Kompensationsmodelle, die nicht nur Emissionen ausgleichen, sondern gleichzeitig einen direkten Beitrag zur Wiederherstellung natürlicher Ökosysteme in der Wattenmeerregion leisten. Im Fokus stehen Pilotprojekte wie die Renaturierung von Salzwiesen und Mooren - Klimaschutzmaßnahmen mit regionalem Mehrwert. So wird Klimabewusstsein im Tourismus mit konkretem Naturschutz verknüpft.

Wie lässt sich echtes Naturerleben mit verantwortungsvollem Tourismus verbinden? Arbeitspaket 3 von WattenVision entwickelt innovative Wildniserlebnisangebote, die Besucher für die einzigartige Natur und Wildnis der Wattenmeerregion sensibilisieren. Durch gezielte Besucherlenkung und enge Zusammenarbeit mit Unternehmen entsteht ein Naturtourismus, der Schutz und Erlebnis vereint - und dabei hilft, die Wattenmeerregion als nachhaltiges und naturverträgliches Reiseziel wieter zu profilieren.

Wie kann Artenvielfalt aktiv gefördert werden? Arbeitspaket 4 von WattenVision setzt genau hier an: Entlang der Internationalen Dollard Route entstehen bis zu 20 neue Biodiversitätsflächen - naturnahe Lern- und Erlebnisräume für Eiheimische, Radfahrende und Gäste. Ziel ist es, typische Flora und Fauna der Wattenmeerregion zu bewahren und zu fördern, die Region auf den Klimawandel vorzubereiten und nachhaltige Pflegekonzepte zu etablieren. Mit einem einheitlichen grenzübergreifenden Ansatz entsteht so ein dauerhaftes Netzwerk für biologische Vielfalt - mitten im der Herzen der Wattenmeerregion.
Hier finden Sie Informationen zu unseren bereits abgeschlossenen Förderprojekten:







